3. Mannschaft: Sieg in Runde 6

Am 1. Februar stand für die 3. Mannschaft der 6. Mannschaftskampf an. Nach den Niederlagen in den letzten beiden Runden gegen Fulda 4 und Landeck Schenklengsfeld 2 sollte diesmal wieder ein Sieg her.

Ehrenberg 2 bildete zwar das Schlusslicht der Tabelle, allerdings war von Anfang an klar, dass die Ehrenberger alles daran setzen würden sich ihren ersten Saisonsieg zu sichern.

Nach den ersten 20 Minuten sah es zunächst nicht gut für die Hersfelder aus. An den Brettern 2 bis 4 war bereits Material verloren gegangen und lediglich an Brett 1 gab es einen leichten Vorteil für Ingo Kehres.

Schwarz spielt 6. … a6, wodurch Weiß nun die Gelegenheit bekommt Schwarz am Damenflügel entscheidend zu schwächen. Schwarz hätte 6. … Sxe5 spielen müssen um die Partie ausgeglichen zu halten.

An Brett 2 versuchte Marcel Strube seinem Gegner eine Falle zu stellen. Dieser drehte daraufhin aber den Spieß um.

Schwarz hat hier 18. … Le6 gespielt im wissen, dass der Bauer auf d5 gefesselt ist. Das war allerdings zu kurz gedacht und stellt sich wegen 19. Df3 Lf5, 20. Lxf5 gxf5, 21. Dxf5 Lg7 als Fehler heraus.

Schwarz war nun 2 volle Bauern hinten und war im folgenden Spielverlauf auf Fehler von Weiß angewiesen.

An Brett 3 kämpfte Daniel Nowusch währenddessen mit seinem Gegner erbittert um die Zentrumskontrolle.

Die Stellung war hier bis Zug 11 ausgeglichen, die restliche Partie ließ sich leider aus den Aufzeichnungen nicht vollständig rekonstruieren.

Brett 4:

An Brett 4 wäre es beinahe zu einer frühen Entscheidung in der Partie von Tobias Woltmann gekommen.

Nachdem Schwarz 18. … Se5 spielt, hätte Weiß nach der Gabel 19. Se7 Txe7, 20. Dxd8 Te8 einen deutlichen Vorteil gehabt. Allerdings übersah auch Weiß diese Sequenz und spielte Db3, wodurch die Partie zunächst wieder ausgeglichen Stand.

Nach einigem hin und her, verlor Tobias Woltmann letztendllich doch Material an seinen Gegner Abdfad Jafari.

Nach 27. … Dd2, übersah dieser jedoch die schwarze Mattdrohung und spielte 28. Sxc7. Es folgte 28. … Dxf2, woraufhin Weiß schließlich aufgab. Somit gingen die Hersfelder unerwartet mit 1:0 in Führung.

Auch An Brett 1 gabe es wenig später eine Entscheidung:

In dieser Stellung stand weiß, durch mehrere kleine Fehler von Schwarz schon deutlich besser.

Schwarz entschied sich hier für den Zug 12. … Sxf3 und verlort damit eine ganze Leichtfigur, da nach 13. Lxf3 der Zug Te1 drohte während der schwarze Läufer auf c6 weiterhin angegriffen war.

Nach dem Verlust der Dame und zwei Züge von einem Matt entfernt gab Schwarz schließlich auf. Damit stand es 2:0 für die Hersfelder.

Doch währenddessen gingen Daniel Nowusch an Brett 3 die Optionen aus. Sein Gegner Valentin Happel hatte die Qualität und außerdem noch zwei Freibauern mehr.

Allerdings gelang es ihm mit etwas Hilfe seines Gegners nach Dd8+ Kf7, Dd6 g6??, Df8# Matt zu setzen.

Damit war den Hersfeldern der Sieg bereits sicher, allerdings wehrte sich Marcel Strube an Brett 2 weiterhin hartnäckig gegen seinen Gegner Vincent Vey. Ihm war es inzwischen gelungen die beiden verlorenen Bauern zurückzugewinnen. Aber trotz materiell ausgeglichener Stellung sollte sich bald die schwäche seiner Bauernstruktur bemerkbar mache.

Schwarz spielt hier 26. … Dd4, was ein Fehler ist, da nun Weiß droht mit 27. Tcd1 einen Turm oder die Qualität zu gewinnen. Richtig wäre hier Dd3 gewesen. Allerdings wurde in dieser Stellung 27. Se3 Td8, 28.Sxf5 Df4, 29. Sxg7 Kxg7, 30. Tc7+ … gespielt.

Nach 30. … Kf6, 31. Dc2+ Kf6 ist das Matt nicht mehr abzuwenden.

Nach einer kurzen aber intensiven 6. Runde konnte sich die 3. Mannschaft mit einem 3:1 Sieg im Gepäck auf den Heimweg machen.

Hier die Partien zum Nachlesen: